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Aufruf des Aktionsbündnisses „Stopp Defender 2020“ zum 75. Jahrestag des Tages der Begegnung in Torgau am 25.04.2020

75 Jahre nach dem Handschlag von US-Soldaten und Rotarmisten auf der zerstörten Elbbrücke – Für Verständigung und Kooperation in Europa: Keine NATO-Militärmanöver an der russischen Grenze!

75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus rollen wieder Panzer durch Deutschland. Auf dem Weg zu einem provokanten und gefährlichen Manöver der NATO, das die Spannungen zwischen Ost und West – namentlich zwischen den USA und Russland – nur noch weiter vertieft.

Die Soldaten von damals einte der Wille, die Nazis zu besiegen und den Krieg zu beenden. Die Schaffung der UNO sollte die Konsequenz aus Faschismus und Krieg sein. Deren Charta beinhaltet als Kernforderung, ‚die Schande des Krieges‘ zu beseitigen.

Heute wird der Frieden, den die Soldaten der Sowjetunion und der USA vor 75 Jahren in Torgau herbeisehnten, durch das immer stärkere Säbelrasseln der NATO an der Ostgrenze Russlands ernsthaft bedroht. Das Manöver DEFENDER 2020, das zeitgleich zum 75. Jahrestag des Kriegsendes abgehalten wird, ist die bisher größte militärische Provokation. Damit ziehen die NATO-Staaten, allen voran die USA, die Eskalationsschraube weiter an.

Die Bundesrepublik, die das zweitgrößte Truppenkontingent stellt, ermöglicht mit ihrer zivilen und militärischen Logistik dieses Manöver. Über 37 000 Soldatinnen und Soldaten sowie Panzer und schweres Gerät sind im Begriff, quer durch Deutschland an die russische Grenze verlegt zu werden – als Übung für den tatsächlichen Krieg.
Das bedeutet: Die Bundesregierung gefährdet den Frieden in Europa.

Der Handschlag zwischen Russen und US-Amerikanern in Torgau 1945 mahnt:
Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!
Friedliche Koexistenz und gute Nachbarschaft in Europa müssen möglich sein.

Dies wird nicht von allein geschehen. Demonstriert deshalb mit uns am 25.April in Torgau gegen das Militärmanöver DEFENDER 2020 und für den Friedensgedanken von Torgau!

12 Uhr Auftaktkundgebung am Brückenkopf u.a. mit Prof. em Heinrich Fink (ehem. Rektor der Humboldt- Universität Berlin, Ehrenvorsitzender VVN-BdA)

13 Uhr Demonstration Elbebrücke- Leipziger Straße- Marktplatz

14 Uhr Zwischenkundgebung Markt mit Alexander Neu (MdB, Die Linke), Patrick Köbele (Parteivorsitzender DKP), Jürgen Rose (Darmstädter Signal)

15 Uhr Demonstration zum Denkmal der Begegnung

15.30 Uhr Zwischenkundgebung mit Wolfgang Gehrcke (Die Linke), Michael Müller (Naturfreunde), Torsten Schleip (Bundessprecher DFG-VK)

16 Uhr Demonstration zum Brückenkopf

16.45 Uhr Abschlusskundgebung am Brückenkopf

Weitere Informationen: www.antidef20.de

Kontakt: Reiner Braun 0172-231747
Torsten Schleip 01520-6699079 ost@dfg-vk.de
Aufruf hier als PDF.