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AntiDEF20 – Pressemeldung vom 25.2.’20

Die US -Berufssoldaten treffen in Deutschland ein
Leipzig, 25.02.2020 – In Hamburg sind am vergangenen Freitag die ersten Truppentransporte auf dem Flughafen „Helmut Schmidt“ gelandet. Eine Abordnung des Senats begrüßte die Söldner. Parallel dazu lief am Donnerstag in Bremerhaven ein Transportschiff mit militärischem Großgerät in den Hafen ein. Das Schiff wurde mit lautstarken Protesten einiger Aktivisten von Greenpeace empfangen. In Bremerhaven haben am 22.02.2020 gut 250 Menschen (nach Polizeiangaben) gegen die US- Militärtransporte zum US -Manöver „Defender 20“ demonstriert. Der Protestzug verlief von der Innenstadt bis zum Zolltor Rotersand. Dort entlädt das US -Militär zurzeit Panzer und schweres Material für die Nato -Übung. Radio Bremen TV widmete sich ausführlich mit Berichten zu den Ereignissen am Donnerstag und Sonnabend den Aktionen gegen das Manöver. „Der Aufmarsch amerikanischer Truppen an der russischen Grenze ist eine Provokation. Die Übung Defender ein Spiel mit dem Feuer“, sagte Pastor Johann de Buhr vom evangelischen Kirchenkreis bei der Kundgebung in der Innenstadt. Das Säbelrasseln verstärke nur die Ängste und eskaliere die Situation weiter. Mit Transparenten wie „Mut zum Frieden“ und „Stoppt die Nato -Übung Defender“ zogen die Demonstranten anschließend zum Hafen. Die Organisatoren der Demonstration fordern unter anderem kein Kriegsgerät über Bremerhaven zu transportieren und eine Entspannungspolitik in Richtung Russland.

In Berlin kamen am 20.02.2020 ca. 50 Personen zu dem Versammlungsort Potsdamerstr. 2 in der Nähe des Berlinale Palastes. Mit zwei großen Transparente n ausgestattet, jeweils in Deutsch und Englisch, und mehreren roten Schirmen, an denen das Motto „Berlinale 2020 YES – Defender 2020 NO“ hing, machten die Demonstranten auf sich aufmerksam. Der Resonanz -Chor aus Berlin brachte zusätzlichen Schwung mit dem Lied „Nie, nie wollen wir Waffen tragen“. Die Demonstranten mischten sich schließlich auch unter die Berlinale -Fans vor dem Berlinale Palast und kamen bis an den roten Teppich heran. Es war die laut gesprochene Parole „Berlinale 2020 Yes“, der die Umstehenden und ankommenden VIPs nur zustimmen konnten. Die Aussage: Defender 2020 wurde eher mit Fragezeichen aufgenommen. Zur Erklärung wurden Flyer auf Deutsch und Englisch verteilt mit der Frage: Was ist Defender 2020? Der Resonanz -Chorstimmte noch weitere Lieder an, in Deutsch und Englisch gesungen. Weitere Parolen waren laut hörbar u.a. „No warmaneuvre“ „Peace with Russia“ „No Defender 2020“… Nach ca. 15 Minuten beschied ein Verantwortlicher der Polizei, dass das hier eine politische Versammlung wäre und deshalb der Platz verlassen werden müsse. Das machten die Demonstranten und gingen zurück an den angemeldeten Standort. Eine Demonstrant in erhielt allerdings von der Polizei ein Platzverweis, weil sie ein DIN -A4-Blatt mit der Aufschrift “Berlinale 2020 YES – Defender 2020 NO“ im Eingangsbereich des Festivalortes bei sich hatte.

Der ver.di -Bezirksvorstand Stuttgart hat am 21.02.2020 einstimmig beschlossen, die Leipziger Erklärung gegen Defender 2020 zu unterstützen. Verdi.Nord hat sich ebenfalls mit einer Erklärung „Nein zu NATO-Kriegsmanövern – ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung“ an seine Mitglieder gewandt.

In dieser Woche stehen folgende weitere Veranstaltungen der Protestbewegung auf dem Plan:
• 26.02.2020 in Hamburg Rathausplatz Kunstprojekt 26 + 2 (gegen Rüstungsexporte, speziell aus HHHafen) VA: KunstHaus am Schüberg / Ev. -Luth. Kirchenkreis Hamburg -Ost, 10:00 – 18:00
• 28.02.2020 in Hamburg Rathausplatz anlässlich des Matthiae Mahls und der anwesenden Kriegssprecher „Elite“ Stoltenberg finden verschiedene Aktionen statt zur Verknüpfung der internationalen sozialen, Umwelt – und Friedens/Defender2020 Frage, 16:00 und 18:30
• 28.02.2020 Düsseldorf Soziokulturellen Zentrum „zakk“ AntiDEF20 -Bündnistreffen -NRW 18:00 – 21:00 ( Anfragen an: DFG -VK NRW, Joachim Schramm, Telefon: 0231 -81 80 32, E – Mail: dfg -vk.nrw@t -online.de)
• 28.02.2020 19:00 Uhr bis 29.02.2020 17:00 Uhr in Stuttgart Kath. Gemeindezent rum Padua, Wollgrasweg 11 (S -Plieningen): 14. Strategiekonferenz der KoopFrieden 2020 „Militarisierung/Wettrüsten und Aufrüstung in Deutschland und Europa/der EU – Friedensprojekt Europa aufbauen!“ mit kurzer Mahnwache am Africom am Samstag
• 29.02.2020 Senftenberg (Brandenburg) Markt Info -Stand der Linken zum Thema Großübung „Defender 2020“, 9:00
• 29.02.2020 Aachen ‚Picket -Line‘ ab Elisenbrunnen durch die Innenstadt als Protestaktion, 11:00 – 14:00
• 29.02.2020 Stuttgart -Möhringen (Baden -Württemberg) Mahnwache vor AFRICOM, 13:45 – 14:15

Die gemeinsame Webseite für die Aktionen ist: www.antidef20.de . Einige Termine und weitere Hintergrundinformationen finden sich auf der Seite des Netzwerks Friedenskooperative: https://www.friedenskooperative.de/aktion/defender-2020-proteste . Fragen beantworten Ihnen sehr gern Herr Torsten Schleip (Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG -VK), Vorsitzender Friedensweg Leipzig e.V. und Vorsitzender Friedenszentrum Leipzig e.V.) unter 01520 -6699079 oder ost@dfg – vk.de oder Mike Nagler (attac) unter 0179 -9619584.

Foto: Dirk-Martin Heinzelmann
Am 21. 02. 2020 haben Lichtkünstler von Pixelhelper eine kurze Projektion von antidef20.de und PixelHELPER.org gegen Defender20 an den Giebel des Reichstags in Berlin geworfen: „Soldaten aller Länder geht nach Hause“.