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AntiDEF20 – Pressemeldung vom 10.3.’20

Schon wieder mit Militärmusik in den Krieg ziehen?
Leipzig, 10.03.2020 – Am Sonntag, 8.März 2020, trafen sich ca. 150 Friedensfreunde vor der Eishalle Weißwasser. Stimmungsvoll und gewaltfrei zeigten sie mit vielfältigen Plakaten und Redebeiträgen Gesicht, um über das gefährliche Kriegsmanöver zu informieren. Denn ausgerechnet zum Internationalen Frauentag hatte der sächsische Ministerpräsident Kretschmer zu einem Konzert „Rock on Ice“ der Shape International Band in die Eishalle Weißwasser eingeladen. Die Band ist offizieller Vertreter des Nato-Hauptquartiers. Mit schwungvoller Musik sollte gute Stimmung für den Durchzug der Truppen in der Region gemacht werden. So eine Veranstaltung steht der hohen Gefahr, die von dem Kriegsmanöver ausgeht, diametral gegenüber. Die Protestierer machten die Besucher der Veranstaltung auf die Eskalation gegen Russland, auf die Gefahr eines Atomkrieges und eines 3. Weltkriegs aufmerksam, die von dem Manöver und damit den durch die Region ziehenden Soldaten ausgehen. In Zeiten der Klimakatastrophe und des Corona-Virus ist diese Übung ausgesprochen deplatziert. Im Kontext mit den andauernden und wiederholt verschärften Wirtschaftssanktionen und dem atomaren Aufrüsten der USA auch in Deutschland (Modernisierung in Büchel), wollen jedoch der Ministerpräsident und die Medien diese Gefahren nicht erkennen. Herr Kretschmer kam immerhin auf die Protestierenden zu. Frau Dr. Helga Lemme, Kinderärztin aus Leipzig und Aktive bei der Bürgerbewegung Aufstehen, fragte ihn: „Warum nehmen Sie unsere Sorgen vor einem neuen Krieg nicht ernst? Warum tun Sie nichts gegen die ungeheure Geldverschwendung durch das Manöver, obwohl das Geld doch viel dringender für Schulen, Kindergärten, Straßen und Brücken gebraucht wird?“ Der Ministerpräsident muss sich auch fragen lassen, wie seine Unterstützung dieses gegen Russland gerichteten Manövers mit seinem im Interesse der sächsischen Wirtschaft wohl nur vorgetäuschten Eintreten gegen die Wirtschaftssanktionen im vergangenen Jahr zusammen passen.

Die Friedensbewegung wird den Kriegstreibern und Unterstützern des Manövers den Marsch blasen, dafür stehen wieder viele weitere Veranstaltungen für Protest und Aufklärung in der kommenden Woche auf dem Plan:
• 12.03.2020 in Leipzig Infostand vor Hugendubel, Petersstraße, 15-17 Uhr
• 12.03.2020 in Magdeburg „Wir wollen kein NATO-Kriegsmanöver Defender 2020 und auch
nicht die dazugehörige musikalische Umrahmung des US-Militärs“, Vor der Johanniskirche, 17-21 Uhr
• 12.03.2020 in Nürnberg Kundgebung gegen Defender am Nürnberger Flughafen, 18-19 Uhr
• 13.03.2020 in Stuttgart Aktionstreffen Stuttgart Linken, Zentrum Lilo Herrmann, 19-21 Uhr
• 13.03.2020 in Kassel „Spiel mit dem Feuer: Kriegsmanöver Defender 2020“, Cafe Buch-Oase, 19-21 Uhr
• 13.03.2020 in Gütersloh Vortrag Defender 2020, Seminarraum der Weberei, 19-21 Uhr
• 14.03.2020 in Stuttgart Samstag Infostand Zentrum neben Pusteblumenbrunnen, 11-14 Uhr
• 14.03.2020 in Leipzig Infostand am Markt, 13-15 Uhr
• 14.03.2020 in Berlin Kundgebung vor dem Brandenburger Tor: Hände weg von unserem Lateinamerika (Stopp Defender 2020), 14-16:30 Uhr
• 16.03.2020 in Cottbus Kundgebung der Friedenskoordination, Platz vor der Stadthalle, 18-20 Uhr
• 16.03.2020 in Potsdam Mahnwache, Vor dem Landtag, 18-20 Uhr
• 16.03.2020 in Dresden Mahnwachen für den Frieden, Jorge-Gomondai-Platz, 19-21 Uhr
• 16.03.2020 in Berlin Vorbereitungstreffen Berliner Bündnis „Stopp Defender 2020“, PallasT, 19-21 Uhr
• 16.03.2020 in Köln Vortrag und Diskussion „NATO Manöver Defender 2020“, Tersteegenhaus, 19:30-21:15 Uhr
• 17.03.2020 in Bielefeld Vortrag und Diskussion „Großmanöver Defender 2020: Mit Tempo in den neuen kalten Krieg“, Historisches Museum Vortragssaal, 19-21 Uhr
• 17.03.2020 in Bonn „Das Baltikum und Russland vor dem Hintergrund des Manövers Defender 2020“, DGB-Haus, 19-21 Uhr
• 17.03.2020 in Berlin Info-Veranstaltung zu Defender-Europa 2020 der Linken Mitte BO378, Karl-Liebknecht-Haus, 19-20:30 Uhr

Die gemeinsame Webseite für die Aktionen ist: www.antidef20.de
Einige Termine und weitere Hintergrundinformationen finden sich auf der Seite des Netzwerks Friedenskooperative:
https://www.friedenskooperative.de/aktion/defender-2020-proteste

Fragen beantworten Ihnen sehr gern Herr Torsten Schleip (Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Vorsitzender Friedensweg Leipzig e.V. und Vorsitzender Friedenszentrum Leipzig e.V.) unter 01520
-6699079 oder ost@dfg-vk.de oder Mike Nagler (attac) unter 0179-9619584.